Aktuelle Lage und nächste Veranstaltungen 

In den letzten Monaten ist es auf der Sternwarte sehr ruhig geworden. Durch die Corona-Pandemie konnten keine Öffentlichkeitsveranstaltungen mehr stattfinden. Auch das vereinsinterne Leben ist fast völlig zum Erliegen gekommen. Vorstandssitzungen mussten und müssen per Videokonferenz stattfinden.

Darüber hinaus wurden durch die Stadt Limburg, lange geplante, Abriss und Umbaumaßnahmen auf unserem Gelände durchgeführt. Mittlerweile erinnert fast nichts mehr an das ursprüngliche Tierheim. Auch wenn wir mittlerweile um diese Baustelle erleichtert sind, sind dadurch Anschlussarbeiten entstanden, die erst von uns durchgeführt werden müssen, bevor wir einen reibungslosen und für unsere Besucher sicheren Betrieb garantieren können.

Weil das aber noch nicht genug ist, mussten wir uns in den letzten Wochen auch mit der Reparatur unserer  elektrischen Anlage beschäftigen, da wir zwischenzeitlich Opfer von Vandalismus und Stromkalbeldiebstahl geworden waren.

Aufgrund der genannten Umbaumaßnahmen auf unserem Gelände und der Tatsache, dass wir kein umsetzbares Hygienekonzept für den Öffentlichkeitsbetrieb bieten können, welches unseren Ansprüchen genügt und Ihre Sicherheit garantiert,  haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr voraussichtlich keine Öffentlichkeitsveranstaltungen mehr anzubieten.  Sobald sich die Lage zum positiven ändert, werden wir den Betrieb wieder aufnehmen. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen! Haltet durch und bleibt gesund!

Sternwarte Limburg e.V. – Astronomie erleben

Wir die Sternwarte Limburg e.V. sind ein Treffpunkt für astronomisch interessierte Bürger des Landkreises Limburg – Weilburg. Wir bieten der Öffentlichkeit monatliche Führungen mit ausgewählten Vortragsangeboten und Himmelsbeobachtung. Darüber hinaus führen wir gelegentlich auch spezielle Veranstaltungen für Kinder- und Jugendgruppen durch. Weiterlesen

Bild des Monats September 2020

Dr. Peter Haas

Das Bild des Monats September zeigt den 5. und größten Planeten (11x so groß wie die Erde) des Sonnensystems :Jupiter. Man erkennt die dichten Wolkenbänder des Gasplaneten und deren durch Stürme > 500 km/h verursachte Unruhe. Jupiter besteht überwiegend aus Wasserstoff und geringen Mengen Helium, Methan und Ammoniak sowie Schwefelverbindungen die von seinem Vulkanmond Io in die Atmosphäre eingetragen werden. Durch die schnelle Rotation (~10 Stunden = 1 Tag) wird der ganze Planet zu einer Ellipse deformiert mit abgeplatteten Polen. Zufällig zog während der Aufnahme der Mond Ganymed vor dem Planeten her. Sein Schattenwurf ist auf der Wolkendecke zu erkennen. Er ist einer von vier großen Monden (und vieler kleiner) die von Galileo Galilei 1610 entdeckt wurden. Dieser wurde mit Hausarrest belegt, weil der Sachverhalt geltender Weltsicht widersprach. Die Monde und deren ständige Lageveränderung im Umlauf um Jupiter sind schon in einem Fernglas als winzige Punkte zu sehen! Weiterlesen

Bild des Monats August 2020

Marcel Herheuser

Das Bild des Monats  August zeigt einen seltenen Besucher am Abendhimmel. Der Komet NEOWISE hat uns durch den Juli begleitet und war nach einer langen Durststrecke endlich wieder mal ein Komet, der bereits mit dem bloßen Auge sichtbar war. Damit wurde der Himmelskörper zu einem beliebten Fotoobjekt unserer Vereinsmitglieder. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Bild des Monats eben dieses Objekt darstellt. Weitere Bilder und Informationen zum Kometen können Sie in dem Artikel „Komet NEOWISE“ finden.

Das hier gezeigte Foto zeigt den Kometen am späten Abend des 19.07.20. Es wurde mit einer Canon DSLR und einem 85mm Objektiv mit folgenden Einstellungen gemacht: f/2.0 / t = 1,6s / ISO 2000

 

Komet NEOWISE – Bilder der Sternwarte Limburg

NEOWISE – Überraschungskomet am Nachthimmel über Limburg

Anfangs nur für die Frühaufsteher ein Komet, der astronomische Überraschungsgast des Jahres 2020.  Jetzt auch für alle, die am sehr späten Abend die Muße haben einmal den Nordhimmel abzusuchen, denn zur Zeit zieht ein heller Komet mit dem Namen NEOWISE seine Bahn über unseren Köpfen.

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Bild des Monats Juli 2020

Sabine Mauer

Ein noch nicht vollständig erforschtes Phänomen sind die Leuchtenden Nachtwolken (englisch: noctilucent clouds, kurz NLC), die im Sommer während der Dämmerung beobachtet werden können. Sie entstehen in einer Höhe von 81.000 m bis 85.000 m und können am Nordhorizont beobachtet werden. Es handelt sich dabei um Eiskristalle in der Mesopause, weit oberhalb der Troposphäre, in der sich das Wetter hauptsächlich abspielt. Die Temperatur dort muss sehr kalt sein, was zwischen Mai und August der Fall ist. Die Kristalle werden von der Sonne von unten angestrahlt, während es praktisch schon Nacht ist. Das kann nur geschehen wenn die Sonne in den Sommermonaten Juni und Juli nur zwischen 6° und 16° unter den Horizont wandert. Damit Feuchtigkeit kristallisiert braucht es einen Träger an dem sie sich anlagern kann. Man vermutet, dass es sich bei den Kristallisationskernen um Material von verglühten Meteoriten handeln könnte.

Dieses Bild entstand am 16.06.2020 um 23:00 MESZ. Bis Ende Juli kann man sie noch beobachten.

Sternenkreißsaal am Limburger Nachthimmel

Corona hat auch auf die Veranstaltungen und die vereinsinterne Termine der Sternwarte Limburg e.V. einen starken Einfluss.
So können seit März im kleinen Vortragsraum der Sternwarte oder an den Teleskopen im Observatorium die Abstandsregeln, wie es sich jeder vorstellen kann, nicht eingehalten werden.
Vorbereitete spannende Vorträge zur Astronomie mussten somit erst einmal zurückgestellt werden.

Die Amateurastronomie im Raum Limburg ging natürlich trotz Corona auch in den letzten Wochen weiter, bedauerlicher Weise natürlich nicht mehr in der Gruppe.

So haben einige Mitglieder der Sternwarte daheim ein Teleskop oder gar eine kleine Sternwarte, von der aus natürlich als Einzelkämpfer ohne Corona -Einschränkungen weiter beobachtet werden konnte. Aber auch aus der Limburger Vereinssternware wurde von Einzelpersonen weiter Astronomie betrieben.

Dazu hatten wir in diesem Frühjahr eine extrem seltene Aneinanderreihung von vielen wunderbaren warmen und klaren Nächten.
Das Ganze gekoppelt mit Kurzarbeit und Homeoffice Weiterlesen

Bild des Monats Juni 2020

Sabine Mauer

Analemma wird die Figur genannt, die der Sonnenstand bei konstanter mittlerer Ortszeit über die Dauer eines Jahres am Himmel erzeugt. Wäre die Erdbahn ein perfekter Kreis und stände die Achse exakt senkrecht zur Bahnebene, würde die Sonne immer am selben Punkt stehen. Da die Erdbahn aber elliptisch und die Erdachse um 23,5° gekippt, entsteht eine exzentrische 8.

Diese Aufnahme ist eine Fotomontage der Sonnenstände vom 27.03.2019 bis 18.03.2020. Um die Sonnenstände einigermaßen standardisiert aufnehmen zu können braucht man Bezugspunkte am Standort und in der Ferne (Kimme über Korn Methode). Außerdem sollte der Standort immer komplikationslos erreichbar sein. Das sind in der Regel nicht unbedingt fotogene Landschaften. Bei mir war es der Blick aus meinem Büro. Deswegen habe ich zum Abschluss des Analemmas eine Rheintour gemacht und mir die passende Burg dazu ausgesucht. Hier die Burg Maus.

Bild des Monats Mai 2020

Diese Strichspurenaufnahme entstand in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag zwischen 23 Uhr und 2 Uhr vor der Berger Kirche in Werschau.
Diese Art der „Astrofotografie“ nennt sich Strichspurenaufnahme und ist auch für den Laien extrem einfach. Es reicht ein dunkler Ort, idealer Weise auch mit einem schönen Vordergrund.
Zum Glück gehört die Berger Kirche nicht zu den Bauten die Tag und Nacht beleuchtet werden und so konnte sogar das Kerzenlicht in der Kirche die Fenster dezent ausleuchten.

Die gezeigte Aufnahme wurde von Peter Remmel mit einer Canon EOS 6D + 14 mm Objektiv bei Blende 4 und ISO 1250 gemacht. 130 Einzelaufnahmen je 30 s Belichtungszeit sind in diesem Bild verarbeitet.

Doch, was sehen wir hier eigentlich? Man erkennt direkt….. Weiterlesen

Schau mal! Was fliegt denn da oben?

Diese Frage haben Sie sich vielleicht schon öfters gestellt, wenn Sie bei Nacht in den Himmel geschaut haben. Derzeit ist der Flugverkehr wegen der Corona Krise weitgehend eingestellt und doch scheint der Nachthimmel voller Bewegung. Es sind die Früchte der Raumfahrt , die wir nun wegen der fehlenden Flugzeuge besser wahrnehmen.  Außer der Internationalen Raumstation ISS umkreisen uns auch etwa 1000 aktive Satelliten und jede Menge Weltraumschrott. Im Gegensatz zu Flugzeugen blinken diese Objekte nicht rot oder grün, sondern reflektieren das Sonnenlicht und leuchten somit durchgehend, bis sie im Erdschatten verschwinden. Außerdem ziehen sie in einer geraden Bahn über den Himmel.

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Neuigkeiten aus der Astronomie

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