Sternwarte Limburg e.V. – Astronomie erleben

Wir die Sternwarte Limburg e.V. sind ein Treffpunkt für astronomisch interessierte Bürger des Landkreises Limburg – Weilburg. Wir bieten der Öffentlichkeit monatliche Führungen mit ausgewählten Vortragsangeboten und Himmelsbeobachtung. Darüber hinaus führen wir gelegentlich auch spezielle Veranstaltungen für Kinder- und Jugendgruppen durch. Weiterlesen

Nächste Veranstaltung(en):

! ACHTUNG ! ACHTUNG !  ACHTUNG ! ACHTUNG ! 

Aufgrund der Corona-Epidemie werden wir voraussichtlich erst nach der Sommerpause im September wieder öffnen können. Über die Bedingungen und eventuelle Sicherheitsvorkehrungen, werden wir bei Zeiten informieren. 

Das Haus der Astronomie in Heidelberg bietet derzeit regelmäßig Online-Vorträge an.                                 http://www.haus-der-astronomie.de/faszi-astro-online

Zur besseren Planung unserer Veranstaltungen bitten wir Sie um Anmeldung per Email an:
veranstaltung@sternwarte-limburg.de

Der Anmeldeschluss ist 24 Stunden vor der Veranstaltung. Spätere Anmeldungen können wir in der Planung nicht mehr berücksichtigen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

⇒ Wegbeschreibung zur Sternwarte ⇐

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Informationen zu Sternpatenschaften

 

Bild des Monats Juli 2020

Sabine Mauer

Ein noch nicht vollständig erforschtes Phänomen sind die Leuchtenden Nachtwolken (englisch: noctilucent clouds, kurz NLC), die im Sommer während der Dämmerung beobachtet werden können. Sie entstehen in einer Höhe von 81.000 m bis 85.000 m und können am Nordhorizont beobachtet werden. Es handelt sich dabei um Eiskristalle in der Mesopause, weit oberhalb der Troposphäre, in der sich das Wetter hauptsächlich abspielt. Die Temperatur dort muss sehr kalt sein, was zwischen Mai und August der Fall ist. Die Kristalle werden von der Sonne von unten angestrahlt, während es praktisch schon Nacht ist. Das kann nur geschehen wenn die Sonne in den Sommermonaten Juni und Juli nur zwischen 6° und 16° unter den Horizont wandert. Damit Feuchtigkeit kristallisiert braucht es einen Träger an dem sie sich anlagern kann. Man vermutet, dass es sich bei den Kristallisationskernen um Material von verglühten Meteoriten handeln könnte.

Dieses Bild entstand am 16.06.2020 um 23:00 MESZ. Bis Ende Juli kann man sie noch beobachten.

Sternenkreißsaal am Limburger Nachthimmel

Corona hat auch auf die Veranstaltungen und die vereinsinterne Termine der Sternwarte Limburg e.V. einen starken Einfluss.
So können seit März im kleinen Vortragsraum der Sternwarte oder an den Teleskopen im Observatorium die Abstandsregeln, wie es sich jeder vorstellen kann, nicht eingehalten werden.
Vorbereitete spannende Vorträge zur Astronomie mussten somit erst einmal zurückgestellt werden.

Die Amateurastronomie im Raum Limburg ging natürlich trotz Corona auch in den letzten Wochen weiter, bedauerlicher Weise natürlich nicht mehr in der Gruppe.

So haben einige Mitglieder der Sternwarte daheim ein Teleskop oder gar eine kleine Sternwarte, von der aus natürlich als Einzelkämpfer ohne Corona -Einschränkungen weiter beobachtet werden konnte. Aber auch aus der Limburger Vereinssternware wurde von Einzelpersonen weiter Astronomie betrieben.

Dazu hatten wir in diesem Frühjahr eine extrem seltene Aneinanderreihung von vielen wunderbaren warmen und klaren Nächten.
Das Ganze gekoppelt mit Kurzarbeit und Homeoffice Weiterlesen

Bild des Monats Juni 2020

Sabine Mauer

Analemma wird die Figur genannt, die der Sonnenstand bei konstanter mittlerer Ortszeit über die Dauer eines Jahres am Himmel erzeugt. Wäre die Erdbahn ein perfekter Kreis und stände die Achse exakt senkrecht zur Bahnebene, würde die Sonne immer am selben Punkt stehen. Da die Erdbahn aber elliptisch und die Erdachse um 23,5° gekippt, entsteht eine exzentrische 8.

Diese Aufnahme ist eine Fotomontage der Sonnenstände vom 27.03.2019 bis 18.03.2020. Um die Sonnenstände einigermaßen standardisiert aufnehmen zu können braucht man Bezugspunkte am Standort und in der Ferne (Kimme über Korn Methode). Außerdem sollte der Standort immer komplikationslos erreichbar sein. Das sind in der Regel nicht unbedingt fotogene Landschaften. Bei mir war es der Blick aus meinem Büro. Deswegen habe ich zum Abschluss des Analemmas eine Rheintour gemacht und mir die passende Burg dazu ausgesucht. Hier die Burg Maus.

Bild des Monats Mai 2020

Diese Strichspurenaufnahme entstand in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag zwischen 23 Uhr und 2 Uhr vor der Berger Kirche in Werschau.
Diese Art der „Astrofotografie“ nennt sich Strichspurenaufnahme und ist auch für den Laien extrem einfach. Es reicht ein dunkler Ort, idealer Weise auch mit einem schönen Vordergrund.
Zum Glück gehört die Berger Kirche nicht zu den Bauten die Tag und Nacht beleuchtet werden und so konnte sogar das Kerzenlicht in der Kirche die Fenster dezent ausleuchten.

Die gezeigte Aufnahme wurde von Peter Remmel mit einer Canon EOS 6D + 14 mm Objektiv bei Blende 4 und ISO 1250 gemacht. 130 Einzelaufnahmen je 30 s Belichtungszeit sind in diesem Bild verarbeitet.

Doch, was sehen wir hier eigentlich? Man erkennt direkt….. Weiterlesen

Schau mal! Was fliegt denn da oben?

Diese Frage haben Sie sich vielleicht schon öfters gestellt, wenn Sie bei Nacht in den Himmel geschaut haben. Derzeit ist der Flugverkehr wegen der Corona Krise weitgehend eingestellt und doch scheint der Nachthimmel voller Bewegung. Es sind die Früchte der Raumfahrt , die wir nun wegen der fehlenden Flugzeuge besser wahrnehmen.  Außer der Internationalen Raumstation ISS umkreisen uns auch etwa 1000 aktive Satelliten und jede Menge Weltraumschrott. Im Gegensatz zu Flugzeugen blinken diese Objekte nicht rot oder grün, sondern reflektieren das Sonnenlicht und leuchten somit durchgehend, bis sie im Erdschatten verschwinden. Außerdem ziehen sie in einer geraden Bahn über den Himmel.

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Bild des Monats April 2020

Ralph Uenver

Dieses Bild entstand am 22. März nachts zwischen 3 und 5h30, Blickrichtung Sternbild Schwan ( Az 62°/ DEC 37°). Deneb wurde ins Zentrum dieses Wide Sky Bildes gestellt. Für unseren Standort in dieser Jahreszeit eine Gegend mit einer sehr hohen Sterndichte. Eine echte Herausforderung in Sachen optischer Auflösevermögen in der Fläche, also von den Ecken bis ins Zentrum. Die Spreizung der Helligkeiten ist enorm, Deneb zählt zu den 20 hellsten Sternen an unserem Nachthimmel mit ca 1,2 mag.

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Astrofoto der Woche von der Sternwarte Limburg

Peter Remmel

Ein weiteres Mal stellt ein Mitglied der Sternwarte Limburg das Astrofoto der Woche. Hiermit wird wöchentlich das beste Astrofoto aus dem deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus) ausgezeichnet und von dem Physiker Peter Riepe im Detail vorgestellt.
Die Sternwarte Limburg hatte in den letzten Jahren immer wieder auf diesem Treppchen der besten Astrofotos stehen dürfen.
Das in dieser Woche ausgewählte Bild wurde nicht in Limburg aufgenommen, sondern in einer Remotesternwarte, also ferngesteuert, auf der Südhalbkugel aufgenommen.
Das Teleskop steht in Chile unter dem gleichen Himmel wie die großen professionellen Superteleskope in den Anden.

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Bild des Monats März 2020

Dietmar Bode

Dieser Mond vom 6. Februar um 22:50 Uhr wurde mit einem 180 mm Maksutov Teleskop aufgenommen.
Durch die hohe Brennweite von 2700 mm ist so ein Fernrohr besonders gut für Mond und Planeten geeignet.
Die Bildgewinnungstechnik (Lucky Imaging) erlaubt es, besser aufgelöste Bilder zu bekommen, als mathematisch eigentlich möglich. Hierbei wird eine große Anzahl kurz belichteter Aufnahmen (hier jeweils 4/1000 s, was die Luftunruhe quasi einfriert) aufgenommen und diejenigen Bilder, die, eigentlich per Zufall, besonders gut geworden sind, werden von einem Computerprogramm ausgesucht und weiterverarbeitet. In diesem Falle waren es 15 Bilder von 500, die in die weitere Bildbearbeitung eingeflossen sind. Weiterlesen

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