Sternwarte Limburg e.V. – Astronomie erleben

Wir, die Sternwarte Limburg e.V., sind ein Treffpunkt für astronomisch Interessierte  aus der Region um Limburg an der Lahn. Wir bieten der Öffentlichkeit monatliche Führungen mit ausgewählten Vortragsangeboten und Himmelsbeobachtung an. Darüber hinaus führen wir auch gesonderte Gruppenveranstaltungen durch. Weiterlesen

Der Sternhimmel im Februar 2023

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

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Bild des Monats Dezember 2022

Foto: Achim Conradi

Mars – Der rote Planet

Dieses Bild unseres Nachbarplaneten Mars wurde am 16. Dezember 2022 um 21:00 Uhr von Achim Conradi auf der Sternwarte Limburg mit einem 12 Zoll Spiegelteleskop der Sternwarte und einer speziellen Astrokamera für Planeten aufgenommen.

Dieses Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 305 mm, die Brennweite wurde mit einer mit Barlowlinse von 3.048 mm auf 6.096 mm verlängert.

Beim Mars gibt es, ähnlich wie auf der Erde, auch Jahreszeiten. Auf der Nordhalbkugel hat gerade der Frühling begonnen. Die vereiste Polkappe kann man aber noch gut erkennen.
Der Durchmesser des Mars ist zwar nur etwa halb so groß wie der Durchmresser der Erde, trotzdem hat er mit „Valles Marineris“ eine der größten Schluchten im Sonnensystem mit einer Länge von 4.000 km und einer Tiefe von bis zu 7 km. Der Grand Canyon auf der Erde ist dagegen nur 446 km lang und fast 2 km tief!

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Der Sternhimmel im Januar 2023

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Merkur ist Ende Januar morgens tief über dem Ostsüdosthorizont zu sehen; beste Sichtbarkeit vom 20. bis 28. Januar.

Venus wird uns im Frühjahr über längere Zeit am Abendhimmel begleiten. Noch ist sie über dem Südwesthimmel nach Sonnenuntergang nicht besonders auffällig. Am 22.1. zieht Venus nah an Saturn vorbei, am 23. steht die schmale Mondsichel neben den Planeten.

Mars stand Anfang Dezember 2022 in Opposition zur Sonne. Noch leuchtet er hell im Stier, sein Durchmesser nimmt bis Ende Januar jedoch auf 11 Bogensekunden ab – am Morgen des 31. wird Mars vom zunehmenden Halbmond besucht.

Jupiter ist noch ein auffälliges Objekt am westlichen Abendhimmel. Am 11. April wird er von der Sonne eingeholt, seine diesjährige Opposition findet am 3. November statt.

Saturn geht abends deutlich früher als Jupiter unter, Ende Januar taucht er in der hellen Dämmerung ab. Der Ringplanet steht bereits am 16. Februar in Konjunktion mit der Sonne und am 27. August in Opposition. Vom 21. bis 23. kann die nahe Venus helfen, Saturn in der Abenddämmerung zu entdecken.

Uranus im Widder ist ein Objekt der ersten Nachthälfte. Gleich am 1.1. zieht der Mond in nur 0,3 Grad Abstand an ihm vorbei. Am 9. Mai wird er mit der Sonne in Konjunktion stehen und am 13. November seine Oppositionsstellung einnehmen.

Neptun im Wassermann zieht sich vom Abendhimmel zurück. Der lichtschwache Planet kommt am 16. März in Konjunktion und am 19. September in Opposition mit der Sonne.

Adventsastrobild 2022 #1

Wegen einer Umstellung bei den monatlichen Astrobildern der Sternwarte Limburg gibt es in diesem Monat ein Adventsastrobild. Durch die Stimmengleichheit bei der Wahl der Bilder gibt es sogar zwei Adventsastrobilder.
Das Astrobild des Monats Dezember kommt im Januar.

Sabine Mauer

Bubblenebel
Der Bubblenebel (NGC 7635) ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia. Die Blase entsteht durch den Sternwind eines O-Sterns im Zentrum, welcher große Mengen an Gas ausstößt. Neben dem Nebel ist auch der offene Sternhaufen Messier 52 im Bild zusehen. Die Aufnahme wurde mit einem speziellen Filter gemacht, der nur das Licht vom ionisierten Sauerstoff und Wasserstoff  in einem ganz engen Wellenlängenbereich passieren lässt. Da der Bubblenebel eine HII Region ist werden hier die roten Farbanteile betont. Mit diesen Filtern Weiterlesen

Adventsastrobild 2022 #2

Peter Remmel

Der nassauische Löwe am nächtlichen Himmel                              Das Kirberger Wappen zeigt den nassauischen Löwen.
So auch, mit etwas Phantasie, das Sternbild Kepheus mit dem Emissionsnebel Sharpless 2-132
Ein sehr schönes aber auch schwierig zu fotografierendes Nebelobjekt. Knapp 7 Stunden Belichtungszeit (H-alpha und [OIII] )mit einem sehr lichtstarken Telekop (f/1.9) waren notwendig, um die lichtschwachen Wolkenstrukturen des Emissionsnebel abzubilden. 2 Wolf-Rayet Sterne sind für die schönen Farben verantwortlich. Weiterlesen

Bild des Monats November 2022

Partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober 2022
Der Tag der partiellen Sonnenfinsternis startete verheißungsvoll mit einem wolkenlosen Himmel.
Doch….kurz bevor sich der Mond vor die Sonne schob, störten dichte Wolken eine weitere Beobachtung.
Die Enttäuschung war groß, weil es bedeuteten könnte, dass wir noch einmal 3 Jahre bis  zum 29. März 2025 warten müssen, bis wieder einmal eine partielle Sonnenfinsternis von Deutschland aus zu beobachten ist. Weiterlesen

Bild des Monats Oktober 2022

Foto: Sabine Mauer

Der Lagunennebel ist ca. 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Er gehört zum Sagittariusarm der Milchstraße. Einem Spiralarm, der ein Nachbar des Orionarms ist, in dem sich unser Sonnensystem befindet. Er wird als achtes Objekt im Messier Katalog geführt und hat die Nummer  6523 im New General Cataloge (NGC). Man findet den Lagunenebel tief am Südhimmel im Sternbild Schütze, dessen hellsten Sterne einen Teekessel an den Himmel zeichnen. Der Nebel besteht aus Emissions- und Reflexionsnebeln mit einer Helligkeit von 6,0 mag und einer Winkelausdehnung von etwa 90′ × 35′. Die verschwommene Wolke ist in Wirklichkeit ein riesiger Sternkindergarten, in dem ständig neue Sterne geboren werden. Er ist etwa 5200 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Der Lagunennebel ist der zweithellste in Mitteleuropa sichtbare Gasnebel und ein leicht aufzufindendes Feldstecherobjekt, wenn kein Flutlicht stört.

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Bild des Monats September 2022

Foto: A. Conradi

Jupiter mit seinen Monden

Der Jupiter ist der massereichste und größte Planet unseres Sonnensystems, sein Durchmesser entspricht rund elfmal dem der Erde beziehungsweise einem Zehntel des Sonnendurchmessers.  Er ist nach unserem Mond und der Venus das dritthellste Objekt des Nachthimmels. Man kann ihn jetzt im September 2022 am späten Abend sehr gut erkennen, er geht um ca. 21:00 Uhr im Osten auf, erreicht im Süden um ca. 2:30 Uhr seinen höchsten Stand bei 40° und geht später in den frühen Morgenstunden im Osten unter.

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