Wir, die Sternwarte Limburg e.V., sind ein Treffpunkt für astronomisch Interessierte aus der Region um Limburg an der Lahn. Wir bieten der Öffentlichkeit monatliche Führungen mit ausgewählten Vortragsangeboten und Himmelsbeobachtung an. Darüber hinaus führen wir auch gesonderte Gruppenveranstaltungen durch. Weiterlesen
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Sonnenfinsternis auf der Sternwarte Limburg
Ein himmlisches Schauspiel am Abend des 12. August 2026
Am 12. August 2026 erlebte Limburg ein außergewöhnliches Naturereignis: Eine partielle Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne zu rund 90 % bedeckt.
Schon lange vor 19.00 Uhr hatten sich viele Besucher vor der Sternwarte versammelt um das Naturphänomen mit eigenen Augen und durch eine zertifizierte Brille zu beobachten. Da der Ansturm, entgegen vergangener Finsternisse, außergewöhnlich hoch war, war das Kontingenz von 100 Brillen bereits nach wenigen Minuten aufgebraucht. Die zahlreichen Gäste hatten aber auch die Gelegenheit das Naturschauspiel durch zahlreiche Teleskope ganz nah zu beobachten.
🌒 Ablauf der Finsternis in Limburg
- Beginn: 19:19 Uhr – Die Sonne stand noch etwa 13° über dem Horizont.
- Maximum: 20:13 Uhr – Rund 90 % der Sonnenscheibe waren verdeckt, die Sonne erschien als schmale, goldene Sichel.
- Ende: 20:49 Uhr – Die Sonne berührt den Horizont, die Finsternis klag mit dem Sonnenuntergang aus.
Da die Finsternis genau in die Zeit des Sonnenuntergangs fiel, entstand ein besonders stimmungsvolles Licht: Der Himmel färbte sich warm, während die Sonne selbst nur als zarte Sichel sichtbar am Himmel stand.
Bild des Monats Juli 2026
Der Sternenhimmel im August 2026
Am 12. August findet eine Sonnenfinsternis statt: über Island, Spanien und den Balearen als totale Finsternis, im restlichen Europa als partielle Finsternis. Und am Morgen des 28. August folgt eine partielle (fast totale) Mondfinsternis. Aktuelle Informationen zu gegebener Zeit unter www.sternfreunde.de.
Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.
Tief im Südosten hat sich Neptun in den Fischen nun über den Horizont erhoben.
Starship Flight 13 – SpaceX-Testflug in der Nacht 13.07.2026 auf 14.07.2026
In der Nacht von Freitag auf Samstag startet SpaceX zum 13. Mal die Starship-Superheavy-Rakete von Starbase in Texas. Das Startfenster reicht von 00:45 bis 02:15 MESZ. Es ist der zweite Flug der neuen V3-Generation – und erstmals mit einer echten Nutzlast an Bord: 20 funktionsfähige Starlink-V3-Satelliten.
Rund zwei Minuten nach dem Start trennt sich der Booster von der Oberstufe „Ship“ und versucht eine kontrollierte Wasserung im Golf von Mexiko. Ship fliegt weiter auf einer suborbitalen Bahn und setzt die 20 Satelliten aus einer Klappe im Rumpf aus. Diese sollen anschließend ihre Solarmodule entfalten und testweise per Laserlink Kontakt zur Starlink-Konstellation aufnehmen. Da sie derselben suborbitalen Flugbahn wie das Starship folgen, treten sie rund 20 Minuten nach der Aussetzung wieder in die Atmosphäre ein und verglühen kontrolliert – ganz bewusst, es handelt sich um Demonstrationsmodelle, keine dauerhafte Konstellation.
Sechs der Satelliten tragen zusätzlich Kameras, die während des Flugs den Hitzeschild von Ship filmen sollen; einige Kacheln wurden dafür absichtlich weiß markiert. Ship selbst schließt die Mission mit einer Wasserung im Indischen Ozean ab.
Sichtbarkeit: Da die gesamte Flugbahn – Aussetzung und Wiedereintritt der Satelliten eingeschlossen – über dem Golf von Mexiko und dem Indischen Ozean verläuft, ist von Deutschland aus nichts davon zu sehen. Am besten live über den Stream verfolgen:
Bild des Monats Juni 2026
Im Juni 2026 gab es in der Abenddämmerung eine bemerkenswerte astronomische Konstellation zu beobachten: Es standen mehrere Planeten dicht beieinander; sie ließen sich sehr gut beobachten, sowie mit einem kleinen Teleobjektiv gemeinsam fotografieren.
Am 17. Juni gesellte sich zu den Planeten Venus, Jupiter und Merkur noch der zunehmende Mond dazu. Er zeigte sich nahe bei unserem Nachbarplaneten Venus.
Das Bild wurde gegen 23:00 Uhr MESZ aufgenommen, etwa eine Stunde nach dem Sonnenuntergang.
Links oben im Bild erkennt man die Mondsichel, darüber den Planeten Venus. Von der Bildmitte aus rechts sehen wir den Gasplaneten Jupiter. Merkur gelangte leider nicht mehr auf das Bild, da er schon dicht über dem Horizont stand und schon bald hinter dem Horizont unterging.
Bild des Monats Mai 2026
Mit einem selbstgebauten Sol’Ex auf Sonnenforschungskurs
Die Sonne kennen wir alle: hell, warm und scheinbar unveränderlich. Doch betrachtet man sie in ganz bestimmten Wellenlängen des Lichts, zeigt sie plötzlich völlig unterschiedliche „Gesichter“. Mit einem selbstgebauten *Sol’Ex* gelang es mir, unsere Sonne in mehreren sogenannten *Spektrallinien* aufzunehmen – darunter *H-Alpha*, *H-Beta*, *Magnesium b1*, *Helium D3*, *Kalzium (Ca II K)* und sogar erste Tests in einer *Eisenlinie*.
Was zunächst wie bunte Spezialeffekte klingt, ist in Wirklichkeit echte Sonnenphysik.
Bild des Monats April 2026
Vielleicht werden in einigen Milliarden Jahren fremde Lebewesen aus fernen Galaxien genau dieses Bild einer Kollision unserer Milchstraße mit der Andromedagalaxie beobachten können.
Wir sehen aktuell bei den sogenannten Antennengalaxien die kollidierenden Galaxien NGC 4038 und NGC 4039 in einer Entfernung von 66 Millionen Lichtjahren. Eigentlich ist dieses wunderschöne Galaxienpaar ein prominentes Objekt des Südhimmels.
In unseren Breiten sind sie nur an wenigen Tagen tief im Süden zu beobachten.
So gelang es mir das Paar im April 50x jeweils 1 Minute lang zu belichten. Eine längere Gesamtbelichtungszeit ließ das Wetter leider nicht zu.
Als Teleskop kam ein Celestron C14 mit einem Hyperstaraufsatz und der Astrokamera ZWO ASI2600MM Duo zum Einsatz.
Die Antennengalaxien bestehen aus zwei kollidierenden Spiralgalaxien.
Die langen „Antennen“ entstanden durch starke Gezeitenkräfte während der Annäherung.
Durch die Verschmelzung werden große Mengen interstellaren Gases komprimiert und es entstehen sogenannte Starburst-Regionen mit intensiver Sternbildung.
Astronomen nutzen die Galaxien als Modell für zukünftige Galaxienkollisionen. In einigen hundert Millionen Jahren werden beide Galaxien ihren Tanz umeinander beendet haben und vollständig miteinander verschmolzen sein.
Bild des Monats März 2026
Die Galaxie Messier 63, auch bekannt als Sonnenblumengalaxie, gehört zu den eindrucksvollsten Spiralgalaxien am Nordhimmel. Sie befindet sich im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici) und ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Ihren poetischen Namen verdankt sie ihrer Struktur: feine, flocculente Spiralarmsegmente erinnern an die Muster einer Sonnenblume – allerdings in kosmischen Dimensionen.
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