Kategorie-Archiv: Bild des Monats

Jeden Monat wird ein besonderes Bild ausgewählt und auf unserer Webseite gezeigt. Hierbei wählen wir nicht nur aus aktuellen Bildern von den Mitgliedern der Sternwarte aus, sondern zeigen gern auch Bilder von Gästen. Ein astronomischer Bezug muss natürlich vorhanden sein.

Bild des Monats September 2026

Foto: Oliver Rieck

Am 01. September 2026 wurde von einem Amateurastronomen aus Japan und der ATLAS-Gruppe (Asteroid Terrestrial-Impact Last Alert System) die zweite Supernova, mit der Bezeichnung SN2026aaiv, innerhalb von 12 Monaten in der ca. 43 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus entdeckt.

Es handelt sich hierbei um eine Supernova vom Typ Ia: in einem engen Doppelsternsystem hat sich ein sonnenähnlicher Stern bereits zu einem sogenannten Weißen Zwerg entwickelt. Dabei hat der Stern am Ende seines Lebens seine äußere Hülle abgestoßen. Übrig geblieben ist sein sehr heißer Kern aus Sauerstoff und Kohlenstoff, etwa so groß wie die Erde, mit einer Temperatur um die 100.000 Grad Kelvin.

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Bild des Monats August 2026

Bild: Sabine Mauer

*Sofi-Spirale aus Bruelles: Der Weg ins schwarze Loch*

Wer sagt, dass man den Ablauf einer totalen Sonnenfinsternis langweilig linear aufreihen muss? Für dieses Komposit aus Bruelles (Asturien) habe ich den gesamten partiellen Weg der Sonnenfinsternis als Spirale um die totale Phase im Zentrum gewickelt.

*Setup & Schmerzen:*

*Optik & Body:* OM.System OM-1 mit dem M.Zuiko 100-400mm – leicht
genug fürs Reisen, aber lang genug für eine brauchbare Sonnenscheibe.

*Der Workflow:* Erst mal alle 5min mit dem Baader Astrosolar Filter
die fortschreitenden Mond der partiellen Phasen sauber auf den
Sensor brennen. Rechtzeitig vor C2 (zweiter Kontakt) den Filter
abreißen, und dabei die Kamera verreißen und beten, dass man schnell
genug alles wieder richtet. Auch wenn man gerade von
Flugameisen überrannt wird.

*Das Ergebnis:* Die Spirale die den Blick unweigerlich ins Zentrum
und zum Diamantring führt.

Bild des Monats Juli 2026

Bild: O. Rieck

Die “Große Mauer”,
ein Teil des Nordamerikanebels NGC7000 im Sternbild Schwan. Der Nebel erinnert an die Form des nordamerikanischen Kontinents.
Der ca. 2000 bis 3000 Lichtjahre entferne Gasnebel besteht teilweise aus ionisiertem Wasserstoff und leuchtet in einer rötlichen Farbe. Als die „Große Mauer“ bezeichnet man die deutlich zu sehende Verdichtung des leuchtenden Gasmaterials.
Der Nebel wird durch die starke UV-Strahlung eines nahegelegenen leuchtkräftigen Sterns zum Leuchten angeregt.
Die Gesamtbelichtungszeit der Aufnahme beträgt 186 Minuten. Als Teleskop kam ein Askar 103 APO mit einem 0,8x Reducer (f/5.4) zum Einsatz. Kamera: ZWO ASI533MC Pro, Filter SVBony SV240 Multi-Narrowband.

Bild des Monats Juni 2026

Foto: A. Conradi

Im Juni 2026 gab es in der Abenddämmerung eine bemerkenswerte astronomische Konstellation zu beobachten: Es standen mehrere Planeten dicht beieinander; sie ließen sich sehr gut beobachten, sowie mit einem kleinen Teleobjektiv gemeinsam fotografieren.

Am 17. Juni gesellte sich zu den Planeten Venus, Jupiter und Merkur noch der zunehmende Mond dazu. Er zeigte sich nahe bei unserem Nachbarplaneten Venus.

Das Bild wurde gegen 23:00 Uhr MESZ aufgenommen, etwa eine Stunde nach dem Sonnenuntergang.

Links oben im Bild erkennt man die Mondsichel, darüber den Planeten Venus. Von der Bildmitte aus rechts sehen wir den Gasplaneten Jupiter. Merkur gelangte leider nicht mehr auf das Bild, da er schon dicht über dem Horizont stand und schon bald hinter dem Horizont unterging.

Bild des Monats Mai 2026

Foto: Sabine Mauer

Mit einem selbstgebauten Sol’Ex auf Sonnenforschungskurs

Die Sonne kennen wir alle: hell, warm und scheinbar unveränderlich. Doch betrachtet man sie in ganz bestimmten Wellenlängen des Lichts, zeigt sie plötzlich völlig unterschiedliche „Gesichter“. Mit einem selbstgebauten *Sol’Ex* gelang es mir, unsere Sonne in mehreren sogenannten *Spektrallinien* aufzunehmen – darunter *H-Alpha*, *H-Beta*, *Magnesium b1*, *Helium D3*, *Kalzium (Ca II K)* und sogar erste Tests in einer *Eisenlinie*.

Was zunächst wie bunte Spezialeffekte klingt, ist in Wirklichkeit echte Sonnenphysik.

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Bild des Monats April 2026

Foto: Peter Remmel

Vielleicht werden in einigen Milliarden Jahren fremde Lebewesen aus fernen Galaxien genau dieses Bild einer Kollision unserer Milchstraße mit der Andromedagalaxie beobachten können.

Wir sehen aktuell bei den sogenannten Antennengalaxien die kollidierenden Galaxien NGC 4038 und NGC 4039 in einer Entfernung von 66 Millionen Lichtjahren. Eigentlich ist dieses wunderschöne Galaxienpaar ein prominentes Objekt des Südhimmels.

In unseren Breiten sind sie nur an wenigen Tagen tief im Süden zu beobachten.

So gelang es mir das Paar im April 50x jeweils 1 Minute lang zu belichten. Eine längere Gesamtbelichtungszeit ließ das Wetter leider nicht zu.
Als Teleskop kam ein Celestron C14 mit einem Hyperstaraufsatz und der Astrokamera ZWO ASI2600MM Duo zum Einsatz.

Die Antennengalaxien bestehen aus zwei kollidierenden Spiralgalaxien.
Die langen „Antennen“ entstanden durch starke Gezeitenkräfte während der Annäherung.

Durch die Verschmelzung werden große Mengen interstellaren Gases komprimiert und es entstehen sogenannte Starburst-Regionen mit intensiver Sternbildung.

Astronomen nutzen die Galaxien als Modell für zukünftige Galaxienkollisionen. In einigen hundert Millionen Jahren werden beide Galaxien ihren Tanz umeinander beendet haben und vollständig miteinander verschmolzen sein.

 

Bild des Monats März 2026

Foto: Sabine Mauer

Die Galaxie Messier 63, auch bekannt als Sonnenblumengalaxie, gehört zu den eindrucksvollsten Spiralgalaxien am Nordhimmel. Sie befindet sich im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici) und ist rund 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Ihren poetischen Namen verdankt sie ihrer Struktur: feine, flocculente Spiralarmsegmente erinnern an die Muster einer Sonnenblume – allerdings in kosmischen Dimensionen.

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Bild des Monats Januar 2026

Foto: Oliver Rieck

In einer Entfernung von 5440 Lichtjahren befindet sich der Emissionsnebel NGC 2237, der Rosettennebel, im unscheinbaren Sternbild Einhorn. Der Nebel besteht aus Wasserstoffgas und galaktischen Staub. Im Zentrum des Nebels befindet sich der offene Sternhaufen NGC 2244. Seine Sterne entstanden im Rosettennebel und regen mit ihrer starken ultravioletten Strahlung die Wasserstoffmoleküle des Nebels zum Leuchten an.

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