Messier 45 – Das Siebengestirn
Der offene Sternhaufen Messier 45 ist unter vielen Namen bekannt, da er bereits mit blossem Auge im Sternbild Stier sichtbar ist. Schon in der Antike fand er Erwähnung und wurde vor rund 3600 Jahren sogar auf der berühmten Himmelsscheibe von Nebra dargestellt. Heute ist er vor allem unter dem Namen Plejaden bekannt.
Der etwa 125 Millionen Jahre alte Sternhaufen befindet sich in einer Entfernung von rund 440 Lichtjahren. Sein Erscheinungsbild wird von leuchtkräftigen blauen Riesensternen dominiert. Nachgewiesen sind etwa 400 Mitgliedssterne, Schätzungen gehen jedoch von bis zu 1000 Sternen aus. Die große Differenz erklärt sich dadurch, dass die am häufigsten vertretene Sternklasse – rote Zwergsterne – in dieser Entfernung nicht mehr sichtbar ist. Zudem wird angenommen, dass viele der Sterne Doppel- oder Mehrfachsternsysteme bilden, die mit heutigen Teleskopen nicht aufgelöst werden können.
Der scheinbare „Nebel“ um die Sterne besteht nicht aus Resten des ursprünglichen Entstehungsnebels der Plejaden. Vielmehr handelt es sich um interstellaren Staub, dem der Sternhaufen zufällig begegnet und der durch das Sternenlicht reflektiert wird.
Die Aufnahme entstand mit einem Askar 103 APO Refraktor bei 560 mm Brennweite.
Die Gesamtbelichtungszeit beträgt 147 Minuten, die Bildbearbeitung erfolgte mit der Software PixInsight.







