Wir, die Sternwarte Limburg e.V., sind ein Treffpunkt für astronomisch Interessierte aus der Region um Limburg an der Lahn. Wir bieten der Öffentlichkeit monatliche Führungen mit ausgewählten Vortragsangeboten und Himmelsbeobachtung an. Darüber hinaus führen wir auch gesonderte Gruppenveranstaltungen durch. Weiterlesen
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Bild des Monats Dezember 2025
Messier 45 – Das Siebengestirn
Der offene Sternhaufen Messier 45 ist unter vielen Namen bekannt, da er bereits mit blossem Auge im Sternbild Stier sichtbar ist. Schon in der Antike fand er Erwähnung und wurde vor rund 3600 Jahren sogar auf der berühmten Himmelsscheibe von Nebra dargestellt. Heute ist er vor allem unter dem Namen Plejaden bekannt.
Der etwa 125 Millionen Jahre alte Sternhaufen befindet sich in einer Entfernung von rund 440 Lichtjahren. Sein Erscheinungsbild wird von leuchtkräftigen blauen Riesensternen dominiert. Nachgewiesen sind etwa 400 Mitgliedssterne, Schätzungen gehen jedoch von bis zu 1000 Sternen aus. Die große Differenz erklärt sich dadurch, dass die am häufigsten vertretene Sternklasse – rote Zwergsterne – in dieser Entfernung nicht mehr sichtbar ist. Zudem wird angenommen, dass viele der Sterne Doppel- oder Mehrfachsternsysteme bilden, die mit heutigen Teleskopen nicht aufgelöst werden können.
Der scheinbare „Nebel“ um die Sterne besteht nicht aus Resten des ursprünglichen Entstehungsnebels der Plejaden. Vielmehr handelt es sich um interstellaren Staub, dem der Sternhaufen zufällig begegnet und der durch das Sternenlicht reflektiert wird.
Die Aufnahme entstand mit einem Askar 103 APO Refraktor bei 560 mm Brennweite.
Die Gesamtbelichtungszeit beträgt 147 Minuten, die Bildbearbeitung erfolgte mit der Software PixInsight.
Der Sternenhimmel im Januar 2026
Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.
Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.
Saturn und Neptun gehen im Westen unter. Uranus hält sich hoch oben im Stier auf. In den Zwillingen zieht der helle Jupiter die Blicke auf sich.
Die Planeten im Januar 2026
Bild des Monats November 2025
Galaxien im Pegasus
Das Frühjahr und der Herbst sind die Jahreszeiten, in denen wir besonders viele Galaxien beobachten können, da wir in dieser Zeit nicht in die Ebene der Milchstraßenscheibe hinein-, sondern aus ihr herausschauen.
Das Bild zeigt zwei bekannte Galaxiengruppen im Sternbild Pegasus: Links befindet sich die NGC-7331-Gruppe, rechts ist Stephans Quintett zu sehen. Die jeweils größte Galaxie in beiden Gruppen gehört allerdings nicht wirklich dazu, da sie lediglich entlang der Sichtlinie im Vordergrund steht.
NGC 7331 gilt als Zwilling der Milchstraße und ist etwa 46 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.
Stephans Quintett befindet sich in einer Entfernung von rund 290 Millionen Lichtjahren. Besonders interessant sind hier die gravitativen Wechselwirkungen durch die engen Begegnungen der Galaxien: Dabei werden den kleineren Galaxien Sterne sowie Gas- und Staubmassen entrissen.
Bild des Monats Oktober 2025
Transit im Bruchteil einer Sekunde: Die ISS vor der Sonne
Diese Aufnahme zeigt ein faszinierendes Zusammenspiel von Astronomie und Raumfahrttechnik: Den Transit der Internationalen Raumstation (ISS) vor der Sonnenscheibe. Dieses Ereignis ist durch seine extreme Kürze gekennzeichnet.
Das flüchtigste Himmelsereignis
Die ISS umrundet die Erde in etwa 400 km Höhe mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 km/h. Bedingt durch diese enorme Geschwindigkeit überquert die 109 Meter breite Raumstation die gesamte Sonnenscheibe in nur 0,5 bis 1,7 Sekunden. In diesem Bruchteil einer Sekunde erscheint die Silhouette der ISS, inklusive ihrer Solarpanels, als gestochen scharfer, dunkler Umriss vor dem hellen Hintergrund.
Bild des Monats September 2025
Messier 33, die Dreiecksgalaxie
Das Astrobild des Monats September 2025 zeigt die Galaxie Messier 33, die Dreiecksgalaxie. Der Name wird nicht von ihrer Form abgeleitet, sondern bezieht sich auf den Ort an unserem Sternenhimmel: Das unscheinbare Herbststernbild Dreieck, unweit der bekannten Sternbilder Pegasus und Andromeda.Mit der Andromedagalaxie, unserer Milchstraße und einigen Zwerggalaxien bildet Messier 33 die Lokale Gruppe, einen kleinen Galaxienhaufen, der sich aufgrund der Gravitation des Virgo Galaxienhaufens in dessen Richtung bewegt. Die Dreiecksgalaxie ist knapp 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und hat einen Durchmesser von 55.000 Lichtjahren (Milchstraße 110.000 Lj).
Das Foto entstand aus 43 Einzelaufnahmen, die zu einer Gesamtbelichtungszeit von 129 Minuten „übereinandergelegt“ wurden. Als Teleskop diente ein Refraktor (Linsenteleskop) Askar 103 APO mit einem Reducer 0,8fach, der die Brennweite von 700mm auf 560mm reduzierte, und einer speziellen Astrokamera ZWO ASI533MC Pro.
Bild des Monats August 2025
Das Bild des Monats August 2025 zeigt einen Teil des Supernovaüberrests NGC 6995, des Cirrus-Nebels im Sternbild Schwan.
Vor ca. 8000 Jahren explodierte in einer Entfernung von ca. 2500 Lichtjahren eine sehr massereicher Stern am Ende seines „Lebens“. Die Energieerzeugung durch Kernfusion endete schlagartig, sodass der Stern unter seiner eigenen Schwerkraft in sich zusammen fiel. Beim Aufprall der Gasmassen auf den eisenhaltigen Kern kam es nochmals zu einer kurzen Kernfusion, die den Stern in einer gigantischen Explosion auseinander riss. Dabei entstanden Elemente, die schwerer sind als Eisen.
Totale Mondfinsternis am Sonntagabend, 07.09.2025

Am kommenden Sonntag, 07.09.2025 findet wieder eine totale Mondfinsternis statt. Dabei wandert der Vollmond in den Kernschatten der Erde und wird sich orange bis rostrot verfärben. Der bereits verfinsterte Mond wird in unserer Gegend erst gegen 20:00 Uhr aufgehen, so dass man die Finsternis von der Sternwarte Limburg aus leider nicht verfolgen kann.
Wenn der Himmel klar sein sollte und man gute Sicht zum Horizont in östlicher Richtung hat, treffen sich die Mitglieder der Sternwarte daher informell ab 19:30 Uhr zum Beobachten dieses Ereignisses am Fuße des Mensfelder Kopfes.
Bild des Monats Juli 2025
Galaktische Nebel
Das Foto zeigt einen eindrucksvollen Ausschnitt der Sommermilchstraße im Sternbild Schütze. Im Zentrum leuchtet der Lagunennebel (Messier 8) mit seiner hellen Sternentstehungsregion, umgeben von rötlich glühendem Wasserstoffgas und feinen Dunkelwolken. Oberhalb davon befindet sich der kleinere, farblich kontrastreiche Trifidnebel (Messier 20), der durch dunkle Staubbänder in drei Bereiche geteilt wird. Zahlreiche Sterne und lichtschwache Gasnebel füllen das gesamte Bildfeld und lassen die dichte Sternenregion nahe dem galaktischen Zentrum erahnen.
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