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Kosmischer Fehlalarm: Wie der Messier-Katalog entstand

Die Sternwarte Limburg wünscht ein frohes neues Jahr und startet ihre diesjährige Reihe von Öffentlichkeitsabenden mit einem Vortrag über die Entstehung des Messier-Katalogs.

Der vom französischen Berufsastronomen Charles Messier im 18. Jahrhundert erstellte und später nach ihm benannte Messier-Katalog umfasst 110 verschiedene Himmelsobjekte und zählt heute zu den Referenzwerken der Astronomie. Er stellt für jeden Hobbyastronomen die ultimative To-Do-Liste bei der Himmelsbeobachtung dar und die Katalogbezeichnungen sind auch für manch einen Nichtastronomen ein Begriff.
Charles Messier, der insbesondere Kometen aufspähen wollte, erfasste in seinem Katalog genau die Objekte, die gerade keine Kometen waren und für ihn Störfaktoren darstellten. So ist Charles Messier, der Ruhm für die Entdeckung von neuen Kometen suchte, heute nicht mehr für seine Kometenentdeckungen bekannt, sondern durch seinen Katalog über die Objekte, die er gerade nicht finden wollte. Die Entstehung dieses Katalogs zählt daher heute zu einem der schönsten Irrtümer der Astronomie. 

Der Vortrag geht auf das Leben von Charles Messier ein und zeigt anhand der schönsten Aufnahmen der Sternwarte Limburg einige Objekte des Messierkataloges. So richtet sich der Vortrag auch an astronomische Laien und Interessierte ohne Vorkenntnisse. Die Altersempfehlung für den Besuch mit Kindern ist 8 Jahre. Bei ausreichender Anzahl von Anmeldungen wird der Vortrag anschließend wiederholt.

Wenn das Wetter mitspielt, können die anwesenden Besucher anschließend bei klarem Himmel einen Blick durch die Teleskope der Sternwarte werfen und ggf. einzelne der von Messier katalogisierten Objekte live betrachten.

Wir bitten vorab ausdrücklich um Anmeldung unter veranstaltung@sternwarte-limburg.de bis spätestens Mittwoch, den 21.01.2026.

Das beigefügte Foto von unserem Referenten Peter Remmel zeigt die Spiralgalaxie Messier 51 nach zweistündiger Belichtung.