Vielleicht werden in einigen Milliarden Jahren fremde Lebewesen aus fernen Galaxien genau dieses Bild einer Kollision unserer Milchstraße mit der Andromedagalaxie beobachten können.
Wir sehen aktuell bei den sogenannten Antennengalaxien die kollidierenden Galaxien NGC 4038 und NGC 4039 in einer Entfernung von 66 Millionen Lichtjahren. Eigentlich ist dieses wunderschöne Galaxienpaar ein prominentes Objekt des Südhimmels.
In unseren Breiten sind sie nur an wenigen Tagen tief im Süden zu beobachten.
So gelang es mir das Paar im April 50x jeweils 1 Minute lang zu belichten. Eine längere Gesamtbelichtungszeit ließ das Wetter leider nicht zu.
Als Teleskop kam ein Celestron C14 mit einem Hyperstaraufsatz und der Astrokamera ZWO ASI2600MM Duo zum Einsatz.
Die Antennengalaxien bestehen aus zwei kollidierenden Spiralgalaxien.
Die langen „Antennen“ entstanden durch starke Gezeitenkräfte während der Annäherung.
Durch die Verschmelzung werden große Mengen interstellaren Gases komprimiert und es entstehen sogenannte Starburst-Regionen mit intensiver Sternbildung.
Astronomen nutzen die Galaxien als Modell für zukünftige Galaxienkollisionen. In einigen hundert Millionen Jahren werden beide Galaxien ihren Tanz umeinander beendet haben und vollständig miteinander verschmolzen sein.
